Pyramiden
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... Zahlen und Fakten ..!

Was wissen wir eigentlich über die Pyramiden?

Was wir nicht eindeutig wissen können:

Erklärungsversuch der Ägyptologen:

Die Pyramiden im Alten Ägypten dienten als Begräbnisstätten der Pharaonen. Tatsächliche Beisetzungen fanden aber in den großen Pyramiden wahrscheinlich nicht statt. Es handelt sich um "Kenotaphe" - Scheingräber mit symbolischem Charakter und zur Demonstration der Macht. Es wurden zwar Sarkophage, aber in keiner einzigen Pyramide wurde jemals eine Mumie gefunden. Möglich ist aber auch, dass Amun-Priester die königlichen Mumien später an andere geheime Orte brachten, wie wie zum Beispiel die berühmten Totentempel in »Deir el-Bahari«, um sie vor der Entweihung durch Grabräuber zu schützen.

(soweit die offizielle Erklärung)

Aber: Pyramiden gibt es weltweit und es gibt deren viele! Zum Beispiel in China, Guatemala, Kambodscha, Mexico, Peru und natürlich Ägypten - um nur einige Destinationen zu nennen. Auf der Halbinsel Krim wurden sogar unterirdische Pyramiden entdeckt. Wieso hat man überall diese Bauten in pyramidenform - unabhängig voneinander - erschaffen? In den anderen Kulturen waren Pyramiden keine Gräber, sondern Kultstätten mit spiritueller Bedeutung und dienten religiösen Zwecken. Nur in Ägypten beharrt man darauf, dass es Grabmäler der Pharaonen sein müssen.
Übrigens baute man auch in Deutschland zur Zeit der Pharaonen pyramidenähnliche "Hügel" für die Fürsten der Bronzezeit. Allerdings blieben diese nur bescheidene 8 Meter hoch.

Die Große Pyramide

Konzentrieren wir uns einfach und ausschließlich auf die "sogenannte" »Cheops-Pyramide«: Sie ist einzigartig, weil sie geradezu astronomisch perfekt ist! Gegen SIE wirken alle anderen Pyramiden aus der Nähe betrachet "hingeklatscht".
Bei der Chephren-Pyramide sind schon mal Zwischenräume bis zu 20 Zentimetern inkauf genommen und mit Sedimentgestein - mehr schlecht als recht - "zugemörtelt" worden.
Ebenso bei der Mykerinos-Pyramide. Hier sind die unteren Granitplatten nur am Eingang auf der Vorderseite und etwas an den Seiten geglättet. Auf der Rückseite der Pyramide machte man sich gar nicht erst die Arbeit. Frei nach dem Motto: "Sieht doch eh niemand!"

Die Cheops-Pyramide ist aber mehr als "besonders", denn manchen ist gar nicht bewusst, dass sie »8 Seiten« hat anstatt 4. Jede der vier Seiten ist mittig leicht "eingeknickt" (konkav). Zweimal im Jahr zur Tag- und Nachtgleiche zeigt sie ihre wahre Pracht in Form einer »Seitenspiegelung« und damit einer optischen Verdopplung der Seiten.
Mit einer ursprünglichen Seitenlänge von 230,33 m, einer ursprünglichen Höhe von 146,59 m hatte sie eine Grundfläche von 53.052 m² und ein Volumen von 2.583.283 m³. Somit ist sie die größte der ägyptischen Pyramiden - und das in einer unglaublichen Präzision!
Mehrere voneinander unabhängige Vermesser und Mathematiker errechneten die Anzahl der verbauten Steinblöcke auf ca. 2,4 Millionen. Falls nicht mehr Hohlräume gefunden werden, können wir also davon ausgehen, dass diese Zahl in etwa stimmt.

Es wird spannend!

Im Kapitel »Der Bau der Pyramiden« ist mit einer einfachen logischen Rechnung erwiesen, dass man bei 20 Jahren Bauzeit, bei 6 Tagen in der Woche und einem 16 Stunden-Tag alle 2,5 Minuten (zweieinhalb Minuten) einen dieser durchschnittlich 2 Tonnen schweren Blöcke hätte präzise verbauen müssen. Nicht machbar!

Also streichen wir den "Sonntag" und lassen 365 Tage/16 Stunden am Tag arbeiten. (16 x 365) Ergebnis: 5840 Stunden.
Auf 20 Jahre gerechnet wären das 116.800 Stunden (5840 x 20) oder 7.008.000 Minuten (116.800 x 60).
Bei nach wie vor 2,4 Millionen Steinblöcken wären das pro Block 2,92 Minuten (aufgerundet: 3 Minuten). Nicht machbar!

Einige wenige Historiker gehen von einer Bauzeit von 30 Jahren aus. Warum nicht?
Wir streichen wieder den "Sonntag" und lassen 365 Tage/16 Stunden am Tag arbeiten. Ergebnis: 5840 Stunden
Auf 30 Jahre gerechnet wären das 175.200 Stunden oder 10.512.000 Minuten.
Bei 2,4 Millionen Steinblöcken wären das pro Block 4,38 Minuten (aufgerundet: 4,5 Minuten). Nicht machbar!

Abgesehen davon, dass es nicht ganzjährlich 16 Stunden Tageslicht gibt, können wir ja gleich anfangen zu spinnen und das ganze unter Flutlicht erbauen lassen.
Konstellation: 30 Jahre / 24 Stunden Schichtbetrieb ohne einen einzigen freien Tag!
30 Jahre entsprechen 10.950 Tagen (365 x 30). Das sind 262.800 Stunden bzw. 15.768.000 Minuten
Man müsste trotzdem alle 6,57 Minuten (15.768.000 durch 2.400.000) einen dieser tonnenschweren Steine verbauen - und zwar millimetergenau. Machbar? Eher Nein!

Wieso?

  1. Diese Rechnung geht nur auf, wenn es damals schon elektrisches Licht (Flutlicht) gegeben hätte. Doch selbst wenn, dann müsste alles "wie geschmiert" gelaufen sein. Das bedeutet: Keine Verzögerung jeglicher Art! Kein gerissenes Seil! Keine Unfälle! Keine Unwetter! Keine Fehler! u.s.w.

  2. Wenn man alle 6,5 Minuten einen dieser Steinblöcke verbauen wollte, so musste ja auch alle 6,5 Minuten ein Stein zur Verfügung gestanden haben. Doch diese lagen nicht einfach so da. Sie mussten aus dem Fels gehauen und präzise geschliffen werden. Die Quader sind so perfekt geglättet, dass kein Blatt Papier zwischen die Steine passt. Und dennoch gleicht kein Stein dem anderen. Alle 6,5 Minuten musste ein durchschnittlich 2 m langer, 1 m hoher und 1 m breiter perfekter 2-Tonnen-Block fertig werden - und das mit Stein und Kupfermeißel...!?
    Wieviel Arbeiter mussten gleichzeitig auf wieviel Steinquader eingehauen haben?


  3. Nicht berücksichtigt bei diesem Rechenexempel sind die 10 Tonnen bis zu 70 Tonnen schweren Granitblöcke. Davon gibt es über 100 im Inneren der Pyramide! Diese Riesenblöcke mussten bis in 65 Metern Höhe gehieft und dort passgenau eingebettet werden... poliert und fugendicht... nur mit Hanfseilen und Holzschlitten !?

  4. Kaum jemand fragt wirklich nach, wie diese tonnenschweren Granitblöcke aus dem rund 800 km (über 900 Nil-km) entfernten Assuan zum Pyramidenplateau kamen. Die Blöcke mussten zudem erst "herausgehauen" werden - aber Granit ist härter als ein Kupfermeißel! Selbst wenn das geschafft war, stellt sich die Frage, ob der Stein an Ort und Stelle in die fertige Form gebracht wurde. Falls nicht, dann wären die Granitblöcke noch schwerer in Gewicht und Transport.
    Wie konnte man diese tonnenschweren Blöcke auf ein Schiff verladen ohne das es kenterte? Wie konnten die alten Ägypter diese bis zu 70 Tonnen überhaupt bewegen? Wieviele Boote mussten zusammengebunden werden, um das Gewicht über der Wasseroberfläche halten zu können? War dies alles vollbracht, dann ginge das nur wenn der Nil Hochwasser führte, denn sonst bestünde die Gefahr auf Grund zu laufen.


  5. Eventuell sollte man noch beiläufig erwähnen, dass diese Pyramide in ihrer Perfektion selbst in heutiger Zeit mit modernen Maschinen kaum zu übertreffen wäre. Die Blöcke wurden ja nicht einfach so neben- und aufeinander geschichtet, sondern präzise ausgerichtet - und jeder Stein war bzw. ist schließlich ein Unikat! Die Abweichung von einem perfekten Quadrat bewegt sich im Promille-Bereich (maximale Differenz 4.4 cm). Außerdem beherbergt die Pyramide ein Kammersystem mit mehreren weitläufigen Schächten die mit astronomischer Präzision in den Stein getrieben wurden.

  6. Zu guter Letzt wurden die Eingänge mit tonnenschweren Granitblöcken versiegelt und die Fassade mit weißem polierten Tura-Kalkstein verkleidet.
    Ihr Anblick muss imposant und anmutig gewesen sein. Als Marcus Antonius im Jahre 40 v. Chr. zu seiner Geliebten »Kleopatra« nach Ägypten reiste, berichtete er, dass er die Pyramiden bereits aus einer Entfernung von 100 Kilometern sehen konnte und sie gleißender strahlten als die Sonne selbst.

Nun überzeugt, dass es in dieser Zeit nicht machbar ist?

Wer immer noch denkt, dass es doch irgendwie möglich ist, hat in gewisser Weise Recht, denn die Pyramiden stehen ja da. Sie existieren - das ist nunmal Fakt! Es folgt aber die berechtigte Frage: Wie lange hat man tatsächlich für die Große Pyramide gebraucht?

Erstes Beispiel:

Am Tempel von Karnak wurde über 1000 Jahre gearbeitet und gebaut! Natürlich nicht fortlaufend - aber jeder Pharao seiner Dynastie wollte sich mit einem An- oder Umbau verewigen.
Karnak SäulenhalleDie Große Säulenhalle in Karnak:
Der Verlauf der einzelnen Bauphasen ist teilweise dokumentiert und man geht davon aus, dass Ramses I. den Bauplan entwarf und mit dem Bau begann. Als sein Sohn Sethos I. den Thron bestieg, bestand der Saal aus zwei Reihen von je 6 riesigen 23 m hohen Säulen mit einem Umfang von 10 Metern. Als wäre das nicht imposant genug, erweiterte er den Bau zu einer ganzen Säulenhalle, von der er zu seiner Lebzeit nur den nördlichen Teil vollendet sah. Den südlichen Teil erbaute bzw. vollendete sein Sohn Ramses II. auf bombastische Art und Weise: 16 Säulenreihen mit insgesamt 134 Papyrussäulen aus Sandstein trugen eine Decke, die in Teilen noch vorhanden ist.

3 Pharaonen ließen also eine Halle bauen...

Geht man davon aus, das Ramses II. auch etwa 11 Jahre - wie sein Vater - an der Halle arbeiten ließ bis sie vollendet war, dann dauerte der Bau rund 23 Jahre.
Zum Vergleich:
23 Jahre für eine Halle von 5.400 m² Grundfläche mit 23 Metern hohen Säulen und einer Decke von der fast nichts mehr übrig ist.
20 bzw. 30 Jahre für die Cheops-Pyramide von ca. 53.000 m² Grundfläche und einer Höhe von 146 Metern, die auch noch mit weißen Kalksteinplatten verkleidet war?
Da kann doch was nicht stimmen!

Zweites Beispiel:

Verlegung der Tempel-Anlage von Abu Simbel

Abu Simbel51 Nationen beteiligten sich an der Planung für die Umsetzung der Tempelanlage um sie vor dem steigenden Wasser des aufgestauten Nasser-Stausees zu retten. In einem Mammut-Projekt wurde sie in den Jahren 1963 bis 1968 abgetragen und auf der Hochebene von Abu Simbel wieder aufgebaut. (Bild: Ramses II.-Tempel)
Zunächst bohrte man Löcher in den Fels um das Gestein mit Epoxidharz zu verfestigen. Danach wurden beide Tempel in 1036 Blöcke zersägt, deren jeweiliges Gewicht zwischen 7 und 30 Tonnen betrug. Der neue Standort wurde etwa 180 Meter in das Landesinnere und 64 Meter über dem des alten Tempelareals verlegt, wobei man besonderen Wert auf die exakte originale Ausrichtung der Tempel legte. Neben den Tempelblöcken kamen 1112 Felsstücke aus der unmittelbaren Umgebung zur originalgetreueren Nachgestaltung der Tempelansicht hinzu. Die Verlegung der Tempelanlage wurde am 22. September 1968 mit einer feierlichen Zeremonie abgeschlosssen.
Der "Umzug" wurde u.a. von ägyptischen, deutschen, französischen, italienischen und schwedischen Baufirmen durchgeführt. Trotz modernster Geräte und Flutlicht, dauerte das Unternehmen 5 Jahre und brachte Mensch und Maschine an ihre Grenzen.
Zum Vergleich:
5 Jahre für eine Verlegung der 1036 Blöcke mit 1112 Felsstücken um 64 Höhenmeter mit modernen Maschinen
20 bzw. 30 Jahre für den Bau der Cheops-Pyramide mit 2.400.000 Blöcken in eine Höhe von 146 Metern mit Rundholz, Seil und Kupfermeißel? Im Ernst?

Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, sollte sich folgenden Absatz auf der Zunge zergehen lassen. Denn jetzt wird es spektakulär!

Versuchter Abbau der Mykerinos-Pyramide

Mykerinos PyramideGegen Ende des 12. Jahrhunderts versuchte ein ägyptischer Sultan die Pyramiden abtragen zu lassen, um die Steinblöcke wiederverwerten zu können. Er begann mit der Mykerinos-Pyramide. Nach 8 Monaten stellte sich heraus, dass der Abriss wohl ebenso teuer werden würde wie die Errichtung. Es erwies sich als unmöglich, mehr als einen oder zwei Steine pro Tag zu entfernen.
Unter Verwendung von Keilen, Hebeln und Seilen wurde versucht, die oberen Steine zu lockern und zum Absturz zu bringen. Das Ergebnis war, dass die Steine nach dem Aufprall im sandigen Boden versanken und nur schwer zu befreien waren. Mit Keilen wurden die Steine gespalten, und mit Hilfe von Karren abtransportiert. Weit davon entfernt sein Ziel zu erreichen, ließ der Sultan die Abrissaktion beenden. (Ein Glück für die Nachwelt). Die Mykerinos-Pyramide wurde an der nördlichen Seite beschädigt zurückgelassen, wovon heute eine bis zu 8 m tiefe, vertikale Bresche zeugt. (siehe Bild)
(Quelle: Wikipedia)

Also nochmal: 2 Steinblöcke pro Tag - und hier wurde nichts erbaut - hier wurde einfach nur abgerissen!
Zum Vergleich:
Abbau
: 1 bis 2 Steine pro Tag
Aufbau: 1 bis 2 Steine alle fünf Minuten

Egal was man nun denken mag: Zahlen lügen nicht und jeder kann es nachrechnen! Man wird immer auf dasselbe Ergebnis kommen.

Wer glaubt jetzt noch an die Ägyptologen und die 20- bis 30-jährige Bauphase der Großen Pyramide? Wenn man an Wunder, Übermenschen oder Außerirdische glaubt, dann vielleicht. Aber wirklich NUR dann!

Fazit:

Vielleicht gibt es eine ganz simple "Erklärung" wie man mit einfachen Mitteln so schnell und präzise eine Pyramide dieses Ausmaßes hochziehen konnte, auf die wir bis heute im 21. Jahrhundert noch nicht gekommen sind. Sind wir wirklich so blöd? Oder denken wir zu kompliziert?
Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass es in der anberaumten Zeit nicht möglich war und die Ägyptologen uns für dumm verkaufen wollen.
Aber warum machen sie das? Warum werden all diese Fakten ignoriert? Ganz einfach: Weil es sonst nicht das Grabmal des »Cheops« wäre. Ihre Theorien wären zerschlagen und unbrauchbar. Fördergelder würden entfallen und die Geschichte müsste neu geschrieben werden. Das wäre wahrlich nicht im Sinne der ägyptischen Kultur.

Auch wenn das alles nun von Einigen mit ungläubigigem Kopfschütteln vernommen wird..., sollten wir uns langsam aber sicher davon verabschieden, dass die Große Pyramide zu Lebzeiten von Cheops erbaut und im Zeitplan der Ägyptologen vollendet wurde.