Nun

Nun

»die Urflut des Himmels«

»Die Welt kommt aus der Urfinsternis und aus dem Urwasser und taucht als Urhügel empor!«

Noch bevor der Himmel, die Erde, der Mensch und bevor der Tod existierte, gab es nur Nun, das "Nichts".
Nun ist zusammen mit Naunet, seiner Gattin und weiblichen Form des Urwassers, das erste Götterpaar der »Achtheit« in der Schöpfungsgeschichte von Hermopolis.
Als erster Schöpfergott erhob sich »Atum« aus dem finsteren Urwasser des Nun und erschuf den Urhügel, auf dem die Schöpfung fortan ihren Lauf nahm.

Im Nutbuch (Nut, die Himmelsgöttin) und im Grab von Sethos I. wird der Urozean / Urwasser / Urflut näher beschrieben:
Es ist ein Ort der absoluten Finsternis, wo sich "die Müden und Erschöpften" aufhalten, indem es kein oben und unten, sowie kein links und kein rechts mehr gibt. Die Begriffe "Müde" und "Erschöpfte" beziehen sich auf die Himmelsrichtungen im Nun, die dort nicht mehr existieren. Es handelt sich um ein Wortspiel, das die Bedeutungslosigkeit im Nun erklärt.
In den Pyramidentexten wird dem Hunger befohlen: "Geh doch zum Nun!", weil er dort nicht existieren kann, und somit vernichtet wird.

Nun

Nun wird menschengestaltig als Mann ohne besondere Merkmale dargestellt und hält mit erhobenen Armen die »Sonnenbarke« des Ra über sein Haupt.

Home